Faragó Márton

Márton Faragó wird als erster akademisch ausgebildeter Kunstmaler von Unter-Limbach (Dolnja Lendava) betrachtet. Unter dem Namen Mór Freyer am 21. May 1880 in Unter-Limbach geboren, war er das achte und jüngste Kind von Fülöp Freyer und Borbála Rosenberg. Zwischen den Jahren 1889 und 1895 besuchte er die Bürgerschule von Unter-Limbach. 1895 begann er sein Studium der bildenden Künste an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste in Budapest.
Seine malerischen Kenntnisse perfektionierte er an der Seite des Kunstmalers Simon Hollósy, eines der außergewöhnlichsten Kunstmaler der Jahrhundertwende. Es wird vermutet, dass Faragó das berühmte Kunstmalerpaar, Ferenc Sass Brunner und seine Frau Erzsébet, in Tjatschiw in der Ukraine kennenlernte, und zwar in der Künstlerkolonie, die von Hollósy gegründet wurde. Faragó und das Ehepaar Sass Brunner gründeten später eine Schule für Kunstmaler in Szombathely, die auch zahlreiche eigene Kunstaustellungen veranstaltete. 
Hinsichtlich seiner künstlerischen Arbeit in Unter-Limbach wissen wir bloß, dass Márton Faragó dort zahlreiche Porträts anfertigte. Eines davon, das auch von seinem Talent zeugt, ist das Porträt einer unbekannten Frau aus dem Jahre 1916. Ein weiteres seiner Werke ist das Bildnis des Anwaltes Mihály Hajós, des bekanntesten Bewohners von Unter-Limbach. 
Den Ersten Weltkrieg erlebte er als Soldat. Aus dieser Periode sind zahlreiche Radierungen bosnischer und montenegrinischer Landschaften bekannt, die er mit Tintenstift verewigte, aber auch einige Gemälde sowie Porträts von der Front. 1918, nach dem Ersten Weltkrieg, wurde er in Letenye sesshaft. 1929 zog er nach Nagykanizsa, wo er individuelle Malunterrichte und Privatunterricht gab und wo er zukünftige Studenten für das Studium an der Kunstakademie vorbereitete.        
Ein fast beständiges Motiv der Gemälde von Faragó sind Blumen oder ganz kleine und lebhafte Farbtupfer, die aber eher die Personalität des Kunstmalers als die sozialen Zustände der Ära widerspiegeln. 
1942 malte er das Altarbild der evangelischen Kirche der Ortschaft Sand im Komitat Zala. Das Altarbild stellt Jesus dar, der im Garten Gethsemane betet. In derselben Periode entstand sein Gemälde mit dem Titel Ecce homo. Mit seiner expressiven Stärke hebt es sich ab von Faragós üblichen, impressionistischen Landschaftsmalerei und widerspiegelt seine Gefühlslage sowie Meinung über das Grauen des Zweiten Weltkrieges.
Er starb 1947 in Nagykanizsa.

Literatur, Bildquelle:
•    Lendvai Kepe Zoltán: Faragó Márton. Egy lendvai festő a fronton. 2017
•    Lendvai Kepe Zoltán: Faragó Márton. Egy elhallgatott történet. Galéria-Múzeum Lendva. 2015
•    Faragó Márton | KKC Lendava – Lendvai KKK (kl-kl.si)